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Weil auch wir manchmal Zeit haben, haben wir uns schon mal mit dem Branding unseres Rallye-Boliden beschäftigt.
In den letzten Tagen haben wir Folienplotts des offiziellen Logos der Rallye
bei THINKPRINT erstellt und angebracht.
Für alle, die uns noch nicht bei Facebook oder Instagram folgen, kommen hier zwei kleine Zeitraffer-Videos von der Erstellung und der Anbringung der Folienplotts.

 

Warum sammeln wir eigentlich für die Seenotretter?

Eine der Aufgaben für die Baltic Sea Circle Rallye besteht darin mindestens 750 Euro für einen Guten Zweck zu sammel. Auch wir haben uns in der Vorbereitung natürlich darüber Gedanken gemacht, welche Organisationen für uns unterstützungswürdig sind. Es gibt so viele Organisationen, die tagtäglich ehrenamtlich für Menschen, Tiere oder unseren Planeten kämpfen. Die mit viel Engagement für eine gute Sache einstehen und völlig selbstlos helfen, wo unser Staat einfach versagt.
Sollen wir eine regionalen Tierheim unterstützen? Ein Hospitz? Vielleicht irgendwas für Kinder?
Irgendwann war es dann glasklar, wir spenden für die Seenotretter!

Im Aprill 2011 war unser Teamchef Martin über Ostern mal wieder in Dänemark am Sønderstand auf der Insel Rømø. Die Treffen mit Freunden am Strand waren fester Bestandteil seiner Erholungsphasen vom Job. Sonne, Stand, Meer, Easy Living! Und so war es auch naheliegend, dass man ein Auto hat, in dem man auch mal bequem am Strand übernachten kann. Nicht legal, aber wen schert das schon. Morgens am Strand aufwachen mit Blick aufs Meer ist einfach unbezahlbar. Die geländegängigkeit des Autos am Strand war zweitrangig, denn es gab ja Freunde mit allradgetriebenen Fahrzeugen, die einem im Extremfall aus der misslichen Lage helfen konnten. Aus diesem Grund wurde damals der Volvo angeschafft. Einfach den Druck der Reifen auf 1 bar reduzieren, und schon geht´s auch durch den weichen Sand!
Am Abend des 23. April 2011 saß man also wieder am Strand zusammen. Es gab Leckere Sachen vom Grill, Raggae Musik und natürlich Alkohol. Das Wetter war super und man konnte in T-Shirt und  Shorts rumlaufen. Freunde aus der Nähe von Flensburg hatten u.a. ihr Surfequipment dabei, dass sie an jenem Tag auch nutzten. Martin als leidenschaftlicher Windsurfer war sofort angefixt. Einmal noch am Abend das Meer unter den Füßen haben und den Wind in den Händen, das wäre das perfekte Wochenende. Leider sollte es anders kommen!
Er lieh sich also ein Trapez und ging mit dem geliehenen Surfequipment in seiner Badeshorts aufs Wasser. Der Wind war maßig, das Wasser 12 Grad kalt, aber trotzdem kam er ins Gleiten. Bei der ersten Halse ging es aber direkt ins Wasser! Kein Neoprenanzug, der Auftrieb gibt! Also wieder zurück zu den Freunden!
Das Rick einfach hochziehen und in die andere Richtung zurück. Leider war das aufgrund der Strömung zwischen Rømø und Sylt nicht ganz einfach. Martin landete immer wieder im Wasser. Er entschloß sich zusammen mit dem Surfequipment ans Ufer von Rømø zu schwimmen. Das ist so, als wollte man einen Lkw mit einem FIAT Punto von der Straße drängen.
Martins Freunde am Ufer erkannten glücklicherweise seine Lage und riefen die Senotretter. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es nicht sebstverständlich ist, das jemand die Nummer der Seenotretter auf seinem Smartphone gespeichert hat. Danke hier noch einmal an Didi!
Die Seenotretter mit Standort in List auf Sylt fuhren sofor raus und retteten Martin aus der ruhigen See.
Martin war zu diesem Zeitpunkt bereits völlig entkräftet, unterkühlt und  aufgrund der lebenserhalten Funktionen seines Körperf bewußtloß.
Die Seenotretter bargen ihn und das Surfequipment aus der Nordsee zwischen Deutschland und Dänemark und brachten ihn in den Hafen von Havneby. Dort warteten schon seine Freunde und ein Krankenwagen, der ihn in ein Krankenhaus quer durch Dänemark nach Apenrade brachte.
Im Krankenhaus brachten ein Pfleger aus Deutschland und eine Ärztin aus der Schweiz ihn wieder auf die Beine und so konnten seine Freunde ihn noch am selben Abend aus dem Krankenhaus in Badeshorts und einer Wolldecke abholen.
Das ist leider keine Geschichte, auf die man stolz sein kann, auch wenn man es auf einer Randnotiz in die BILDZeitung geschafft hat.

Man kann eigentlich nur stolz darauf sein, dass man Freunde hat, und dass es Seenotretter gibt!
Und weil wir nicht für Freunde spenden können, spenden wir für die Menschen, die täglich auf deutschen Meeren unterwegs sind, um Menschenleben zu retten.

Wir haben ja jetzt Zeit!

Da die Baltic Sea Circle Rallye um ein Jahr verschoben wurde, haben wir auch unsere Aktivitäten etwas reduziert.
Die Spendensammlung geht natürlich weiter.
Letzte Woche haben wir die Zusatzscheinwerfer wieder demontiert, damit das Triebwerk unseres Rallye-Autos bei steigenden Temperaturen im Sommer auch genug Luft zur Kühlung bekommt und auch im nächsten Jahr noch fit ist. Er wird ja noch täglich gefahren und hat jetzt ca. 442.000 Km auf dem Tacho!
Gleichzeitig haben wir ein paar Schönheitsfehler an der Front-Stoßstange beseitigt.
Eine freie Werkstatt hatte hier offensichtlich nicht richtig Grundiert, und so platzte an einigen Stellen der Lack ab.

Im nächsten Arbeitsgang wird die Stoßstange dann noch einmal angeschliffen, mit Klarlack lackiert und poliert 🙂
Dann sollte es wieder ordentlich aussehen. Man will ja schließlich auch representieren 🙂

Heute konnten wir auch die neu pulverbeschichteten Alufelgen für die Rallye abholen. Nächste Woche kommen dann noch die Reifen wieder drauf.
Mal sehen wie das wikt?

 

Im März haben wir in der Hoffnung, dass die Rallye im Juni noch starten wird, T-Shirts drucken lassen.
Naja, auch in Corona-Zeiten braucht man ja angemessene Kleidung.

 

Jetzt machen wir erst einmal Musik an und tanzen in den Mai hinein!

 

Keine guten Nachrichten

Leider wurde die Baltic Sea Circle Rallye 2020 von dem Veranstalter aufgrund der aktuellen Lage auf das Jahr 2021 verschoben.
Natürlich sind auch wir enttäuscht, dass dieses Event, auf dass wir uns schon so sehr gefreut haben, wegen einer unsichtbaren Bedrohung verschoben werden muss.

Wir sehen aber auch ein, dass wir jetzt uns selbst und andere Menschen vor der Infektion mit diesem gefährlichen Virus schützen müssen.
Unsere Spendensammlung für die Rettung von Menschen in Seenot wäre ja auch nicht ehrlich gemeint, wenn wir jetzt nicht die Rettung von Menschenleben mittragen würden.

In der Zwischenzeit werden wir in unregelmäßigen Abständen immer mal über unser Team  und die aktuellen Vorbereizung berichten.

Baltic Sea Circle 2020 & Corona

Hallo liebe Abenteurer,

wir hoffen Ihr seid und bleibt alle gesund.

Die Baltic Sea Circle Rallye 2020 rückt näher und in den Zeiten von Corona und der damit verbundenen Unsicherheit, stellt sich natürlich die Frage kann die Tour wie geplant starten.

Wir gehen davon aus, dass sich die Situation in den kommenden Tagen und Wochen deutlich entspannt und die Tour wie geplant stattfindet.

Wir sind im ständigen Kontakt mit den Behörden vor Ort und halten Euch über mögliche Einschränkungen kontinuierlich auf dem Laufenden.

Russland Visum: Momentan stellt Russland keine Visa für EU Bürger aus. Sobald sich das ändert informieren wir Euch ebenfalls umgehend. Auch hier gehen unsere Kontakte davon aus, dass sich dies in Kürze wieder ändert.

Sollte sich die Lage nicht rechtzeitig entspannen, wird es einen Plan B geben, welchen wir Euch spätestens Anfang Mai kommunizieren werden.

Für jetzt gilt: Stay safe and don’t panic!

Euer SAC Team

Sebastian, Dennis, Maschine und Dan

Post von den Seenotrettern

Gestern erreichte uns ein Brief von den Seenotrettern.
Neben dem Jahrbuch 2020 war auch ein Brief mit der Überschrift “Kennen Sie VUCA?” enthalten.
Den Text möchten wir hier gerne veröffentlichen, weil er verdeutlicht, mit welchem Engagement die Seenotretter agieren.

Sehr geehrtes THINKPRINT-Rallye-Team,

die Welt, in der wir leben, ist zunehmend geprägt von Unberechenbarkeiten und Ungewissheit, Zweifel und Sorge. Alles scheint komplexer, unäbersichtlicher und instabiler zu werden. VUCA ist nun nicht der Name eines Seenotrettungsbootes, wie Sie vielleicht denken, es ist die weit verbreitete Abkürzung für eine Zustandsbeschreibung schwieriger Rahmenbedingungen: Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity (Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit).

Bei uns an Bord werden Sie diesen Begriff eher selten hören. Was aber jeder von uns Tag für Tag mehr oder weniger deutlich spürt, erinnert daran, was auf unsere Besatzungen zukommt, wenn sie “rausfahren, wenn andere reinkommen”: Notruf auf UKW Kanal 16, Maschinen anwerfen, Leinen los – und keiner weiß, was ihn erwartet. Klar ist häufig nur eins: Da draußen sind Menschen in Lebensgefahr. Und die Naturgewalten fordern Respekt.

Nicht rausfahren ist für uns dann ebenso wenig eine Option, wie erst einmal einen Arbeitskreis bilden. Wir fahren raus, egal wie schlecht das Wetter ist und egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit.

 

 

 

Fahrpraxis durch Simulation

Machen wir uns nichts vor: Die meiste Zeit der Rallye werden wir mit Autofahren beschäftigt sein. Daher nutzen wir unsere Zeit und bereiten unser Team optimal auf die kommenden Aufgaben vor. Heute war unser Teamcaptain mehrere Stunden im Simulator, um seine Fahrzeugbeherrschung zu verbessern 🙂